LÖSUNGEN, DIE ÜBERZEUGEN

Reine Räume für modernste Medizintechnik

Bei Boehringer Ingelheim microParts in Dortmund dreht sich alles um ein handliches Gerät aus Kunststoff und Metall. Der Tascheninhalator Respimat® wird im Technologiepark der Ruhrmetropole unter höchsten Qualitäts- und Hygienestandards hergestellt. Bei der Reinigung seiner Reinräume vertraut der Pharma-Spezialist auf Piepenbrock.

Am Standort Dortmund stellen rund 700 Mitarbeiter von Boehringer Ingelheim microParts jährlich bis zu 45 Millionen Inhalatoren her, bevor sie in Ingelheim am Rhein mit Wirkstoffen bestückt werden. Dabei gilt eine Null-Fehler-Toleranz. Denn bereits kleinste Verunreinigungen der Produktionsumgebung durch Partikel oder Keime hätten im Reinraum gravierende Auswirkungen. Ein großer Teil der für die Arbeit im Reinraum benötigten Infrastruktur verbirgt sich vor den Blicken des Beobachters in den Decken der hohen Räume. Hier befinden sich verzweigte Leitungssysteme für mehrfach gefiltertes Reinstwasser, Druckluft und Strom, spezielle Lüftungssysteme, aber auch Zuleitungen für den in den Spritzgussmaschinen verarbeiteten Kunststoff. Die benötigte Luftreinheit wird unter anderem dadurch erreicht, dass die Umgebungsluft mehrfach gefiltert wird, Schwebeteilchen ab einer Größe von 0,5 Mikrometern werden von Hochleistungsfiltern eingefangen. Der Vergleich zu einer Bakterienzelle mit einer ungefähren Größe von zwei Mikrometern zeigt, wie fein diese Filterung ist.


Reinheit hat oberste Priorität

Von Piepenbrock sind über 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Unterhaltsreinigung in den Reinräumen bei Boehringer Ingelheim microParts zuständig.

Neben fast 9.000 Quadratmetern Produktionsfläche im Reinraum gehören die Unterhaltsreinigung der Büro-, Sozial- und Verkehrsflächen, die Glasreinigung sowie Spüldienste in der Kantine zum Leistungsspektrum.  Wenn eine Havarie im Reinraum eintritt, ist ein Sonderreinigungsteam in maximal zwei Stunden vor Ort.


Das Anziehen der Dienstkleidung erfordert eine spezielle Ankleidetechnik, Übung und Sorgfalt, denn der Overall darf den Boden nicht berühren. Die Hände werden zweimal desinfiziert – einmal vor und einmal nach dem Anlegen der Handschuhe. Zur Ausstattung gehören außerdem eine Haube und je nach Reinraumklasse Mundschutz sowie Überziehschuhe. Die genaue Zusammensetzung der Reinigungsflotte ist voreingestellt – dem Wasser wird immer der gleiche Anteil an Desinfektionsmittel beigemischt. Zur Qualitätskontrolle nimmt die hauseigene Hygieneabteilung regelmäßige Abklatschproben und überprüft so die fachgerechte Durchführung der Reinigung.