Facility Management: Unternehmen investieren stärker in Umweltschutzmassnahmen

  • Umwelt- und Klimaschutz sind inzwischen wichtiges Branchenthema

  • Unternehmen stellen Budgets für Umweltschutz bereit

  • Dritte Auflage der Lünendonk®-Auftraggeberstudie ab sofort verfügbar >

  • Dritte Erhebung enthält erstmals Entwicklungen

16.06.2020 – Mindelheim. Klimaschutz und Umweltfreundlichkeit sind inzwischen ein wesentlicher Bestandteil des Facility Managements. Nicht zuletzt die verstärkte mediale Aufmerksamkeit hat bei zwei Dritteln der FM-Fachabteilungen zu einer höheren Priorität geführt. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen sieht inzwischen einen Mehrwert in ökologischen Facility Services. Ein Drittel plant ein festes Budget für Umweltschutzmaßnahmen ein. Neben Personalmangel und Digitalisierung gehören Umwelt- und Klimaschutz inzwischen zu den wichtigsten Themen im Markt.

Das sind Ergebnisse der aktuellen Lünendonk®-Studie 2020 „Facility Management in Deutschland – Eine Analyse des Facility-Management-Markts aus Nutzersicht“, für die 173 Auftraggeber analysiert wurden. Die Studie wurde nach 2018 und 2019 bereits zum dritten Mal durchgeführt. Sie ermöglicht damit erstmals belastbare Ableitungen zu Entwicklungen. Die Studie wurde mit freundlicher Unterstützung der Brancheninitiative „Facility Management – die Möglichmacher“ Anfang 2020 durchgeführt und steht ab sofort unter zum kostenfreien Download bereit. Die Studie erscheint anlässlich der Servparc, die in diesem Jahr als digitales Event stattfindet.

Ökologische Services als Vergabevorteil

Neben der grundsätzlichen Marktdynamik widmet sich die Studie in diesem Jahr in einem Schwerpunkt dem Beitrag des Facility Managements zum Umwelt- und Klimaschutz der Unternehmen in Deutschland. Zwei Drittel der Teilnehmer geben an, dass sich aus der öffentlichen Thematisierung in den Medien die Einstellung im Unternehmen in Bezug auf Facility Services verändert hat.

Umweltfreundliches Handeln hat im Markt inzwischen einen hohen Stellenwert. Auftraggeber erwarten von ihren Facility-Dienstleistern Unterstützung bei der Umsetzung von Maßnahmen zur ökologischen Nachhaltigkeit. Nannten im Vorjahr noch 11 Prozent der Studienteilnehmer diese Kompetenz als besonders wichtig, sind es in diesem Jahr bereits 17 Prozent. Dienstleister, die umweltfreundliche Facility-Service-Konzepte aufweisen können, erhalten damit zunehmend einen Vergabevorteil.

Studienautor Thomas Ball kommentiert: „Das Ergebnis zeigt, dass in der Breite der Wirtschaft ein Umdenken in Bezug auf Nachhaltigkeit stattgefunden hat. Der Facility-Service-Markt ist darauf seit vielen Jahren vorbereitet.“

Etablierte Maßnahmen zum Umweltschutz

Bisher wurden vor allem schnell umsetzbare Maßnahmen in den Unternehmen etabliert. So geben 60 Prozent der Teilnehmer an, dass sie die Anfahrt mit dem Fahrrad zum Arbeitsplatz unterstützen oder die Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln durch Jobtickets fördern. Rund die Hälfte verzichtet bereits auf Einwegprodukte – insbesondere in der Betriebsgastronomie – und überprüft regelmäßig Energieeinsparpotenziale.

In den nächsten drei Jahren planen viele Unternehmen Investitionen in weitere Maßnahmen. Beispiele hierfür sind Ladeinfrastrukturen für Elektromobilität oder Verpflegung der Mitarbeiter in biologischer oder regionaler Qualität. Um solche investitionsbedürftigen Maßnahmen zu verwirklichen, stellt ein Drittel der 172 antwortenden Unternehmen ein festes Umweltschutzbudget zur Verfügung. Weitere 22 Prozent ermöglichen die Bereitstellung von Geldern auf Antrag und prüfen auf Einzelfallbasis.

Lena Krumm, Co-Autorin der Studie, ergänzt: „Die Motivation der Unternehmen resultiert aus zwei Quellen: Umwelt- und Klimaschutz haben als gesamtgesellschaftliche Aufgabe deutlich an Bedeutung gewonnen und werden von Arbeitnehmern immer stärker eingefordert.“

Studienbezug

Die dritte Auflage der Lünendonk®-Studie „Facility Management in Deutschland – Eine Analyse des Facility-Management-Marktes aus Nutzersicht“ hat zum Ziel, Auftraggebern und Dienstleistern verlässliche und belastbare Informationen über Markteinschätzungen und Kundenwünsche zu vermitteln. Sie beinhaltet Angaben von 173 Auftraggebern mit einem Gesamtumsatz von 330 Milliarden Euro und kann ab sofort kostenfrei heruntergeladen werden.

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Weitere Informationen zu „Die Möglichmacher - Facility Management“ gibt es unter:
www.fm-die-moeglichmacher.de
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Über die Initiative: 

„Die Möglichmacher - Facility Management“ ist eine Initiative von 12 führenden FM-Dienstleistern, getragen von GEFMA Deutscher Verband für Facility Management e.V. Ziel ist es, das Image von FM in der Öffentlichkeit zu stärken  sowie Nachwuchskräfte und qualifiziertes Fach- / Führungspersonal für eine Karriere im Facility Management zu begeistern. Die 12 beteiligten Unternehmen beschäftigen insgesamt mehr als 175.000 Mitarbeiter und generieren am deutschen Markt einen Umsatz von fast 10 Milliarden Euro.

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