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Die neue Systemrelevanz des FM: Let`s spread the news

Wenn ich jemand branchenfremden die Relevanz von Facility Management (FM) erkläre, sage ich meist: Sie kommen praktisch immer damit in Berührung, sobald sie morgens ihre Wohnung verlassen. Sie werden in einem Firmen-Gebäude freundlich am Empfang begrüßt und registriert. Das Gebäude ist angenehm temperiert und klimatisiert und in einem hygienischen und einladenden Zustand. Direkte Berührungspunkte mit FM und mit Mehrwert für den Einzelnen. Mehr Relevanz geht nicht!

Wie systemrelevant unsere Branche in den Jahren der Corona-Pandemie war, dafür gibt es gestiegene Wahrnehmung und Wertschätzung. Die Mitarbeitenden der FM-Dienstleister sorgten dafür, dass die relevante Infrastruktur – vom Krankenhaus bis zum öffentlichen Verkehrsmittel – weiterhin reibungslos funktioniert hat: Diesen Effekt wollen wir in die Welt nach Corona transferieren und durch intensive Diskussionen mit unterschiedlichen Stakeholdern weiter ausbauen. Vielleicht helfen diese vier Thesen, das Bewusstsein für die Systemrelevanz zu steigern, wenn wir nur alle immer wieder darüber sprechen:

1. In der Wirtschaft gilt der Maßstab: Große Zahlen, (in Zukunft) großer Einfluss 

Mit 152 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung gehört das Facility Management zu den Top 6 der deutschen Wirtschaftszweige und rangiert damit knapp hinter der Automobilindustrie und noch vor dem Maschinenbau. Die Anerkennung der Branche entspricht gleichwohl noch nicht ihrer Wirtschaftskraft. Die Corona-Krise hat die Themen Gesundheit und Hygiene in der Werteordnung der Gesellschaft weit nach oben gespült. Daran können wir anknüpfen.

2. FM hilft, Menschenleben zu retten

Die Dienstleister des Facility Managements ermöglichen als Systempartner ihren Kunden die notwendige Konzentration auf Kernprozesse in systemrelevanten Einrichtungen – auch nach der Corona-Pandemie. Wir als professionelle externe Partner ermöglichen eine schnelle, flexible Handlungs- und Reaktionsfähigkeit – gerade in Krisenzeiten unverzichtbar. Hygienisch einwandfreie gereinigte Kliniken und Pflegeheime, funktionierende Technik in der Logistik, zum Beispiel in der Pharmabranche, Sicherheitsdienstleistungen für kritische Infrastrukturen: FM hilft, Menschenleben zu retten.

3. Wir sind vielfältige, wertebasierte Arbeitgeber

Die FM-Branche mit ihren vielfältigen Aufgabengebieten schafft es wie kaum eine andere Kernbranche, ganz unterschiedlichen Menschen eine Perspektive zu geben. Mit einem Anteil von zehn Prozent aller Beschäftigten sind wir auch zahlenmäßig ein wichtiger Arbeitgeber. Damit verbunden ist meines Erachtens die Verpflichtung, gesellschaftspolitisch Haltung zu zeigen. Es ist klar zu erkennen, dass bisherige Aspekte bei der Berufs- oder Jobwahl, wie Gehalt, Extras oder Arbeitszeitmodelle, von neuen Werten überholt werden. „Sinnhaftigkeit“, „Nachhaltigkeit“ und „Wohlfühlklima“ entscheiden heute darüber, ob ein Arbeitgeber den Zuschlag eines (Nachwuchs)-Talents erhält oder nicht. Maßgeblich daran beteiligt, diese Werte zu schaffen, ist das Facility Management. 

4. Mission Zero

Auf der gefma-Jahrestagung vor wenigen Tagen hat der Wissenschaftsjournalist Dr. Eckart von Hirschhausen in seiner Keynote über den Beitrag unserer Branche zum Klimaschutz gesprochen. Auch in der anschließenden Podiumsdiskussion waren wir uns einig, dass unsere Branche eine wichtige Rolle in der Mission Zero spielt, CO2-Emissionen nachhaltig zu reduzieren.

Fazit: Das FM muss sich nicht verstecken. Wir übernehmen schon heute große gesellschaftliche Verantwortung. Spread the news!